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Rund drei bis acht Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS). Betroffene Kinder weisen von Anfang an erhebliche Probleme im Schulunterricht auf, die emotionale, schulische und familiäre Stresssituationen zur Folge haben. Erwachsene mit LRS schämen sich häufig für ihre Defizite im beruflichen und sozialen Umfeld. Laut Informationsdienst Wissenschaft beweist eine Studie der Technischen Universität Dresden, dass die Betroffenen weniger Verbindungen zwischen dem auditorischen Thalamus (Teil des Zwischenhirnes) und dem Planum Temporale aufwiesen, einem Areal in der Gehirnrinde, das für das Hören von Sprachlauten zuständig ist. Im Vergleich dazu hätten Probanden mit ausgeprägt guter Lesekompetenz eine besonders starke Verbindung zwischen diesen Arealen. Das Forscherteam geht davon aus, dass die Ergebnisse eine Neuausrichtung des Forschungsfeldes zur Folge haben werden. jh

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