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Eine Forschungsgruppe der Universität Bielefeld und der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e. V. prüfte den Einsatz von Tests zur Sprachentwicklung in CI-Zentren, berichtete die September-Ausgabe der Zeitschrift „Schnecke“. Demnach seien der Sprachentwicklungstest für 2-jährige Kinder, der Sprachentwicklungstest für 3- bis 5-jährige Kinder und die Patholinguistische Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen am verbreitetsten. Nur die Hälfte der Personen, die geantwortet haben, wende immer oder fast immer Sprachentwicklungstests an, die andere Hälfte führe nur gelegentlich bis nie solche Tests durch. Am häufigsten werde einmal jährlich getestet, sehr vereinzelt werde im ersten Jahr nach der Anpassung auch dreimal im Jahr getestet. In den Folgejahren werde die Sprachentwicklung immer seltener untersucht, wobei das je nach CI-Zentrum stark variiere. Aus den Ergebnissen der Befragung ging zudem hervor, dass die Anwender sich sehr uneinig darüber sind, ob die Auswahl an verfügbaren Tests ausreicht. Aus sprachtherapeutischer Sicht komme es jedoch vor allem auf einen systematischen Einsatz der verfügbaren Tests an. Dazu zähle eine systematische Sprachstandserhebung sowie eine Verlaufskontrolle. Die meisten eingesetzten Verfahren seien allerdings nicht für CI-Kinder entwickelt worden; die Konzeption von Diagnostikverfahren speziell für hörbeeinträchtigte und CI-implantierte Kinder stehe noch aus. Die Hauptaufgabe scheine im Augenblick jedoch zu sein, den besonderen Spracherwerb der CI-versorgten Kinder überhaupt viel mehr in den Blick zu nehmen als bislang, so das Fazit.    zg/mse

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