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In einer Schweizer Studie ist die Wirkung von Handystrahlung auf das figurative und verbale Gedächtnis von Jugendlichen untersucht worden, informierte die Onlineplattform des Wissensmagazins „scinexx“. Darin kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass es sich bei Jugendlichen negativ auf die Entwicklung ihres Gedächtnisses auswirken könne, wenn diese häufig mit dem Handy am Ohr telefonieren. Bei Jugendlichen, die viel (25 Minuten pro Tag) mit dem Handy telefonierten, zeigte sich ein statistisch signifikanter Effekt bei der Leistung im visuell-gegenständlichen (figuralen) Gedächtnistest beziehungsweise im verbalen Gedächtnistest, je nachdem welche Ohrseite die Jugendlichen beim Telefonieren bevorzugten (rechtes Ohr: figurales Gedächtnis beeinträchtigt, linkes Ohr: verbales Gedächtnis). Bei Jugendlichen, die ihr Mobiltelefon überwiegend zum Spielen oder Chatten nutzten, traten diese Effekte nicht auf. Das liefere nach Ansicht der Forscher Hinweise darauf, dass eine intensive Handynutzung und die damit verbundene erhöhte Mobilfunkstrahlung sich bei Jugendlichen negativ auf die Gedächtnisentwicklung auswirken könnte und empfahlen daher, die Strahlenbelastung des Kopfes beim Telefonieren möglichst gering zu halten, etwa durch den Einsatz von Headsets oder des Lautsprechers beim Telefonieren. mse

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