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Bisher werde das Hören von Kindern bis zum Schuleintritt nur zweimal untersucht, was zu selten sei, informierte die Jade Hochschule in ihrem Onlinemagazin „Jadewelt“. Außerdem, so heißt es dort weiter, werde in der Vorsorgeuntersuchung U8 lediglich die Hörschwelle ermittelt, aber nicht das binaurale Hören. Dieses sei jedoch wichtig, um informationstragende akustische Reize von störenden zu trennen und um die Richtung zu erkennen, aus der ein Geräusch komme, heißt es dort weiter. Deshalb entwickeln Wissenschaftler der Jade Hochschule in dem Forschungsprojekt „Perzeption und Lokalisation binauraler Information bei Kindern (PLOBI2go) ein System, mit dem das Hörvermögen von Kindern verlässlich, kindgerecht und automatisiert überprüft werden kann. Das Hören solle dabei nicht unter Laborbedingungen, sondern unter alltagsnahen Bedingungen getestet werden und das System auch dort zum Einsatz kommen, wo keine gesonderten schallgedämmten Räume zur Verfügung stünden, heißt es dort weiter. Entsprechend müsse auch die Handhabung angepasst werden, etwa durch eine kindgerechte, intuitive Bedienungsführung, informierte die Hochschule außerdem.   zg

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