Fotos: Audia Akustik, egger

Wer eine leichte Hörminderung hat, kann ein schwach eingestelltes Hörgerät mit einem Fertigohrpassstück (auch Dome, Olive oder Schirmchen genannt) benutzen. Aber Sport machen, in einer lärmigen Umgebung verstehen oder auch eine stärkere Hörminderung ausgleichen – das wird damit nicht gut gehen. Dann wird eine maßgefertigte Otoplastik (Ohrpassstück) benötigt. Dazu wird mit speziellem Silikon eine Abformung des Ohres gemacht.

Die Otoplastik hat folgende Funktionen:

1. Schalltransport vom Hinter-dem-Ohr-Hörgerät zum Trommelfell; beim In-dem-Ohr-Hörgerät ist die Otoplastik gleichzeitig das Gehäuse und erfüllt die gleichen Funktionen

2. angenehmer, aber auch sicherer Sitz und Halt des Hörgerätes – auch wenn es mal von der Ohrmuschel rutscht

3. notwendige Abdichtung des Gehörganges je nach verwendeter Verstärkung, damit keine Rückkopplung (Pfeifen und Ähnliches) auftritt

4. einfaches Einsetzen und Entnehmen des Hörgerätes vom Ohr

5. eine definierte Akustik durch einen exakten Sitz und eine gleichbleibende Belüftung

6. eine lange Haltbarkeit

7. ermöglicht eine gute Hygiene durch leichte Reinigung.

Das beste Ohrpassstück kann seine Funktion allerdings nicht erfüllen, wenn es verschmutzt ist. Für die tägliche Desinfektion reicht schon ein Spezialspray. Für die gründlichere Reinigung dient zum Beispiel eine Dose mit Reinigungsflüssigkeit oder Sprudeltabletten; hilfreich sind auch Kleinwerkzeuge wie Reinigungsfäden. Ihr Hörakustiker nimmt sich gern die Zeit, mit Ihnen die individuell günstige Vorgehensweise zu besprechen und Ihnen die passenden Reinigungsartikel anzubieten.

Fazit: Nutzen Sie maßgefertigte Ohrpassstücke, um mit Ihren hochwertigen Hörsystemen maximalen Nutzen zu erzielen.

Übrigens gibt es verschiedene Otoplastikformen. Mit Farben und Schmuckelementen können sie sogar zusätzlich nach dem persönlichen Geschmack gestaltet werden.   AF

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