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Zum zehnten Mal jährte sich am 19. September 2020 der Tag des Handwerks. Anders als in den Jahren zuvor gab es coronabedingt keine regionalen Veranstaltungen wie Straßenfeste, Tage der offenen Tür oder Azubi-Speeddatings. Sie wurden durch ein 24-Stunden-Videoprojekt ersetzt, dessen Ergebnis auf der Webseite www.handwerk.de/tdh2020 zu sehen ist. „Für das Jubiläum unseres Aktionstags hätten wir uns andere Umstände gewünscht“, sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). „Aber wir lassen uns so schnell nicht in unser Handwerk pfuschen. Für uns ist der Tag des Handwerks 2020 eine Chance zu beweisen: Das Handwerk ist auch digital nicht zu unterschätzen.“

Die rund 5,5 Millionen Handwerker in Deutschland waren aufgerufen, Filmaufnahmen von ihrem Arbeitsalltag auf einem Aktionsportal einzureichen. Mehrere hundert Clips mit einer Länge von 20 bis 60 Sekunden und einer Gesamtlaufzeit von mehr als fünf Stunden kamen auf diese Weise zusammen. Internetnutzer können auf www.handwerk.de an einer virtuellen Uhr drehen und sich Videosequenzen aus dem Tagesablauf verschiedener Handwerksberufe anschauen, vom Brötchenbacken über das Tapezieren einer Wand mit Dachschräge bis zum Reparieren einer Großuhr. Auch die Hörakustik ist mit Videosequenzen vertreten, die das Bearbeiten und Einsetzen einer maßgefertigten Otoplastik sowie die Hörsystemanpassung zeigen.

Neben einem kurzen Begleittext zu den Clips gibt es Links zu den Profilen der jeweiligen Ausbildungsberufe. Immerhin sind aktuell nach Angaben von Peter Wollseifer noch etwa 29 000 Ausbildungsplätze im Handwerk zu besetzen, wie die „Deutsche Handwerks Zeitung“ berichtet.

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