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An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird seit Oktober 2018, also dem Wintersemester 2018/19, Taubblinden-/ Hörsehbehindertenpädagogik gelehrt. Die Hochschule möchte damit einen wichtigen Beitrag für die Gestaltung einer Gesellschaft leisten, die Menschen mit Behinderung erfolgreich inkludiert, hieß es in einer Presseinformation. Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke würdigte das neue pädagogische Angebot: „Mit der nun eingerichteten Professur für Taubblinden-/Hörsehbehindertenpädagogik ermöglichen wir angehenden Sonderpädagogen – und das ist bundesweit einzigartig – ein tiefgründiges Verständnis für die sich aus dieser mehrfachen Behinderung ergebenden spezifischen Bedarfe. Unsere Absolventen können dann später Menschen mit einer Hörsehbehinderung einen Zugang zur Welt sowie zur Bildung eröffnen und damit soziale Teilhabe ermöglichen“. Konservativen Schätzungen zufolge haben bundesweit rund 1 300 Kinder und Jugendliche taubblindenspezifische Unterstützungs- und Bildungsbedürfnisse. Gleichwohl fehlt es im deutschsprachigen Raum bislang an entsprechend qualifizierten Lehrkräften. Mit Professorin Dr. Andrea Wanka konnte die Hochschule eine ausgewiesene Expertin gewinnen, die mit ihrer Forschung bereits Pionierarbeit in der Taubblindenpädagogik geleistet hat. Möglich wurde die Professur durch eine Förderung der Friede Springer Stiftung Berlin.    jh

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