Foto: Pixabay

Mediziner setzen zur Behandlung bestimmter bakterieller Infektionen das ototoxische Antibiotikum Gentamycin ein. Wie das Wissenschaftsmagazin ScienceDaily berichtet, schätzen Forscher, dass bis zu 20 Prozent der mit Gentamycin behandelten Patienten in gewissem Umfang einen bleibenden Hörschaden erleiden. Forscher der Stanford School of Medicine haben jetzt die Ursache dafür herausgefunden. Das in Krankenhäusern verwendete Gentamycin ist eine Mischung aus fünf Subtypen. Einer davon, Sisomycin, ist besonders toxisch (giftig) für das Innenohr. Die Mischung enthält außerdem zehn Prozent Verunreinigungen, die ebenfalls zum Hörschaden beitragen. Die Forscher schlagen vor, nur noch den am wenigsten für das Innenohr toxischen Subtypen (C2b) zu verwenden oder die Formulierung des Antibiotikums zu verändern.   ML

 

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten
© 2018 spektrum-hoeren.de