Foto: djd/Vaxol Ohrenspray/Getty Images/Imgorthand

Beim Schwimmen, Baden und Tauchen ist es nahezu unvermeidlich, dass Wasser in den Gehörgang kommt. Passiert dies häufiger, kann das unerfreuliche Folgen haben. Denn Wasser weicht die empfindliche Gehörgangshaut auf und wäscht das schützende Ohrenschmalz aus. Die Haut wird spröde, rissig und anfällig für Keime. In Verbindung mit der Feuchtigkeit entstehen so ideale Bedingungen für Pilze und Bakterien. Häufige Folge: eine schmerzhafte Entzündung der äußeren Gehörgänge (Badeotitis). Sie wird üblicherweise von Schmerzen, Schwellungen, Juckreiz und Druckgefühl begleitet. Doch dieser kann vorgebeugt werden. Bewährt haben sich spezielle Ohrensprays mit Olivenöl aus der Apotheke sowie individuell angefertigte Schwimmschutzstöpsel und spezielle Schwimmschutzkopfbänder vom Hörakustiker. Das Ohrenspray kann eine effektive Hautschutzbarriere aufbauen und bewirken, dass Wasser leichter abfließt. Der Schwimmschutz kann das Eindringen von Wasser komplett verhindern. Das ist nicht nur vorteilhaft bei empfindlichen Ohren, sondern unerlässlich bei einem offenen Trommelfell, etwa durch ein Paukenröhrchen.

Chlorwasser wirkt im Gehörgang übrigens oft besonders aggressiv. Bei Salzwasser kommt es zudem zu einer Auskristallisierung von Salz im Ohr, was die Haut zusätzlich austrocknet. Daher sollte, falls Wasser ins Ohr geflossen ist, direkt nach dem Schwimmen der Kopf am besten zur Seite geneigt werden, damit es gut herausfließen kann. Dabei eventuell sanft am Ohrläppchen zu ziehen kann hilfreich sein. Auf keinen Fall sollten Wattestäbchen zum Trocknen oder Reinigen benutzen, denn die Haut ist jetzt besonders verletzungsgefährdet. Durch kleinste Verletzungen, die in der Haut entstehen können, haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Außerdem drückt das Stäbchen Keime und Ohrenschmalz noch tiefer ins Ohr. Bei anhaltenden Beschwerden nach dem Baden ist der Gang zum HNO-Arzt ratsam.    djd, AF

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