Foto: iStock/Massimo Merlini

Nachwuchsforschung betrieb Nora Keegan: Die 13-jährige Kanadierin störte sich am lauten Rauschen der in öffentlichen Waschräumen üblichen Händetrockner. Kurzerhand ermittelte sie die Werte von 44 Händetrocknern in Bibliotheken, Schulen, Einkaufszentren und Läden wie Starbucks oder Dairy Queen. Bewaffnet mit Schallpegelmesser, einem Lineal und einem Maßband berechnete sie, welchem Geräuschpegel Kinder bei der Benutzung der Handtrockner ausgesetzt waren. Jeder Trockner wurde mit zehn verschiedenen Kombinationen der Parameter Höhe und Entfernung von der Wand gemessen. Das Ergebnis bestürzt: Alle Geräte waren lauter als 100 dB(A), wenn sich die Hände im Luftstrom befanden, mit Spitzenwerten von 121 dB(A). Zum Vergleich: Health Canada verbietet den Verkauf von Spielzeug mit einer Spitzenlautstärke von mehr als 100 dB. Die außergewöhnliche Studie wurde vom Journal der Canadian Paediatric Society abgedruckt und auch in der New York Times zitiert. Nora arbeite laut NYT bereits an einem Filter, der die Lärmentwicklung reduzieren soll. Ihre Zukunft sieht sie allerdings in der Meeresbiologie.      Jh

 

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