Foto: Vinayaraj/CC-Lizenz

Derzeit wird an der Universität von Northern Arizona (USA) eine neue Therapie erprobt, mit der lärmgeschädigte DNA-Zellen in der Cochlea (Hörschnecke) repariert werden sollen. Das berichtete der Nachrichtendienst Newswise. Gelingen soll das durch die Einnahme eines AC-11 genannten Arzneimittels auf Basis von Carbonsäureester, der aus einer Pflanzenart aus dem Amazonasregenwald gewonnen wurde, der Katzernkralle (Uncaria tomentose). Diese soll nach Aussagen der Forscher den Körper in seiner natürlichen Fähigkeit zur DNA-Reparatur unterstützen. Das Mittel soll außerdem vorbeugend wirken, indem es Sauerstoffradikale neutralisiert. Diese freien Radikale entstehen bei lauten Geräuschen und schädigen die Moleküle der Cochlea. Die Medizin könnte zukünftig also beispielsweise von einem Bauarbeiter vor der Nutzung eines Presslufthammers eingenommen werden oder von einem Konzertbesucher nach dem Besuch eines lauten Konzertes, um Hörschäden zu verhindern. Die Forscher wollen nun in einer dreijährigen präklinischen Versuchsphase zunächst untersuchen, ob es mögliche Wechselwirkungen zwischen anderen Arzneimitteln gibt oder potenzielle Nebenwirkungen. Wenn diese Forschungen erfolgreich abgeschlossen werden, sollen optimale Dosis und Einnahmezeitpunkt untersucht werden.       jh/AF

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