Foto: iStock/ElizabethHoffmann

Die Universität Basel berichtet über „guten“ Lärm: Vor anhaltendem Weißen Rauschen würde das Hören reiner Töne noch präziser. Weißes Rauschen ist ein Rauschen mit einem konstanten Leistungsdichtespektrum in einem bestimmten Frequenzbereich, das als stark höhenbetontes Geräusch empfunden wird. Ein Forscherteam der Abteilung Biomedizin hat die neuronalen Grundlagen von Schallwahrnehmung und Schalldiskriminierung in einem herausfordernden Schallumfeld untersucht. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Erforschung des auditorischen Kortex ‒ des auditorischen Gehirnes. Die Daten der Arbeitsgruppe zeigten, dass Weißes Rauschen die Aktivität der Nervenzellen im auditorischen Kortex signifikant hemmt. Paradoxerweise führt diese Unterdrückung der neuronalen Erregung zu einer genaueren Wahrnehmung der reinen Töne. Diese Erkenntnisse könnten auf die Weiterentwicklung von Cochlea-Implantaten übertragen werden, so die Forscher. Eingesetzt wird Weißes Rauschen bereits zur Erleichterung des Einschlafens, zur Erhöhung der Konzentration und zur Tinnitustherapie.      zg

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