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Trotz der Begeisterung für Gesundheits-Apps hinken die Deutschen in der Praxis hinterher: In einer nicht repräsentativen Studie der Sopra Steria Consulting wurden 35 Gesundheitsexperten aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Spanien zur Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen befragt, berichtet die „Ärzte Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 05.09.2019. Die Situation sei weiterhin schwierig, lautete die einvernehmliche Antwort: Aufgrund des föderalen Systems in Deutschland müssten verschiedene Akteure eingebunden werden. Fortschritte seien aber bei der elektronischen Patientenakte zu erkennen. Auch 1 200 Bürger (200 davon in Deutschland) wurden gebeten, ihre Sicht zu äußern: 81 Prozent der befragten Personen in Deutschland glauben, dass vor allem Langzeiterkrankte von einer vernetzten Versorgung profitieren würden; Angebote wie Sprechstunden per Smartphone kommen bei jedem Zweiten gut an. Zugleich gaben 44 Prozent der Befragten an, dass sich das Gesundheitswesen in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert habe. Mit neuen Finanzierungsmodellen könne man mehr Anreize für die Entwicklung digitaler Anwendungen schaffen, heißt es in der „Ärzte Zeitung“ weiter. Im europäischen Vergleich der Gesundheitswesen rangiert der digitale Stand in Deutschland im Mittelfeld.     zg

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