Foto: AdobeStock/Thomas Mucha

Immer mehr Studien belegen, dass der Gebrauch von Hörsystemen kognitive Verluste verlangsamt. In 75 Prozent der 2 040 ausgewerteten Patientenakten der US Health and Retirement Study aus den Jahren 1996 bis 2014 sei der Effekt nachweisbar, meldet das „Journal of the American Geriatrics Society“. Umgekehrt habe man zudem nachweisen können, dass unbehandelte Hörverluste in Kombination mit sozialer Isolation den Prozess des kognitiven Abbaues beschleunige. Eine ähnlich gelagerte britische Studie von Dr. Anne Corbett von der University of Exeter untermauere die These. Corbett hatte bei rund 25 000 Personen untersucht, die 50 Jahre oder älter waren, wie sich die kognitiven Fähigkeiten von Hörsystemträgern und Nicht-Hörsystemträgern im Laufe von zwei Jahren verändern. Es zeigte sich, dass Hörsystemträger ein besseres Arbeitsgedächtnis, eine bessere Aufmerksamkeit sowie kürzere Reaktionszeiten aufwiesen. Hörsysteme zu tragen könne somit dazu beitragen, das Gehirn zu schützen und das Risiko für Demenz zu reduzieren, so die Studienleiterin. Vorgestellt hat Corbett ihre Studienergebnisse kürzlich auf der Internationalen Konferenz der Alzheimer Gesellschaft in Los Angeles.   jh/AF

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