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Bei Patienten mit profundem Hörsturz verspricht eine ergänzende Gabe von Heparin (Mittel zur Blutverdünnung/Gerinnungshemmung) begleitend zur Standardkortikoidtherapie bessere Erfolge, schreibt die „Ärzte Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 30./31.08.2019. Eine Studie des Gachon University Gil Medical Center in Südkorea belege dies anhand der Daten von 88 Patienten, die zwischen 2010 und 2018 behandelt worden waren. 67 Patienten erhielten zusätzlich zum Kortikoid eine Steroidinjektion in die Paukenhöhle, auf die nur jede Fünfte ansprach. Von den übrigen 21 Patienten die zusätzlich mit unfraktioniertem Heparin behandelt wurden, zeigten rund 43 Prozent eine „brauchbare Hörfähigkeit“. Dieser Prozentsatz stieg sogar auf 80 Prozent an in der Gruppe, deren Hörschwelle vor der Therapie sehr niedrig lag, zwischen 90 und 100 dB. Ein einzelner Patient mit nahezu totaler Gehörlosigkeit von mehr als 100 dB erlangte nach der Kombinationstherapie sogar sein „normales“ Hörvermögen wieder. Abschließend befindet die Studie eine kombinierte Gabe von Steroid und Heparin als vorteilhaft, zumal keine schweren Komplikationen auftraten.   Jh

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