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Science Daily“ zitiert eine Studie der University of Michigan und des VA Ann Arbor Healthcare Systems. Anhand der Daten von 86 186 Erwachsenen konnte nachgewiesen werden, dass gehörlose Menschen unter 50 Jahren Alkohol, Drogen und verschreibungspflichtige Opioide doppelt so häufig missbrauchten wie ihre hörenden Altersgenossen. Selbst nachdem die Forscher die Unterschiede in der sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Gesundheit zwischen Hörenden und Schwerhörigen herausgerechnet hatten, blieben die Unterschiede bestehen. Als Ursache führen sie neben einer möglichen Vielzahl an Gesundheitsproblemen und Schmerzstörungen auch die soziale Isolation durch den Hörverlust an. Die Studie lege nahe, dass zudem mangelndes Bewusstsein der Gesundheitsdienstleister ein Teil des Problems sein könnte. Bei jüngeren Patienten sei man weniger auf mögliche Kommunikations- und Verordnungsprobleme eingestellt. Ärzte würden bei gewissen Symptomen einfach Schmerzmittel verschreiben, statt das Gehör zu testen. zg

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