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Immer mehr Patienten nutzen den Onlinekontakt in die Arztpraxis. Es bleibe aber eine Kluft zwischen dem Angebot und den Patientenwünschen. Dies sind zwei zentrale Ergebnisse der Studie „Die Digitalisierung der Arztpraxis zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, die das Marktforschungsinstitut Dynata im Auftrag des Onlineportales jameda unter 1 067 Patienten durchgeführt hat. 78 Prozent geben demnach an, ihre Arzttermine gerne online zu vereinbaren. Überraschend war der Zuwachs bei der digitalen Patientenakte: Sagte 2015 noch gut ein Drittel der Patienten, sie würden eine digitale Patientenakte nutzen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, sind es 2019 bereits zwei Drittel (68 Prozent /+ 29 Prozentpunkte). Damit verzeichne die elektronische Patientenakte den größten Anstieg im Nutzungswunsch der Patienten. Das e-Rezept steht nach der Onlinearztterminbuchung an zweiter Stelle auf der digitalen Wunschliste der Patienten: Fast drei Viertel der Befragten würden ihre Rezepte gerne elektronisch erhalten. Auch die Onlinevideosprechstunde verzeichne bei der Nachfrage einen großen Zuwachs von 20 Prozentpunkten. Jeder Zehnte habe die Onlinevideosprechstunde tatsächlich schon einmal genutzt. Zum ersten Mal abgefragt wurde die Bereitschaft zur Nutzung von Apps zur (Vor-)Diagnose vor dem Arztgespräch: Dieses Angebot werde bereits von 14 Prozent der Patienten genutzt. 45 Prozent würden es nutzen, wenn ihr Arzt die Möglichkeit böte. Das Angebot digitaler Services sei für Patienten ein Kriterium bei der Wahl des Arztes, so das Fazit der Studie. 75 Prozent der Patienten sähen darin einen guten Service. zg

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