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Der geplante europaweite Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G) berge große ökonomische und technische Risiken und stößt bei der Bevölkerung in einigen EU-Ländern auf erheblichen Widerstand, heißt es im „Tagesspiegel“. So sei nicht nur unsicher, ob sich die Investition, die auf rund 500 Milliarden Euro geschätzt wird, jemals rentieren werde. Zudem deute eine steigende Anzahl an wissenschaftlichen Studien darauf hin, dass die für den Mobilfunk genutzte elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung die menschliche Gesundheit beeinträchtigen könne und etwa Krebs erzeuge oder den männlichen Samen schädige. 5G würde den „Elektrosmog“ erheblich verstärken, weshalb Mediziner und Wissenschaftler einen Ausbaustopp fordern. Da noch nicht sicher sei, ob die mobile Datenübertragungstechnik gesundheitliche Risiken mit sich bringe, müsse die Politik darauf bestehen, dass die Gesundheitsrisiken, die mit der allgegenwärtigen Hochfrequenzstrahlung für mobile Geräte verbunden sei, untersucht werde. Das sei nötig, bevor die gesamte Bevölkerung immer höheren Werten der elektromagnetischen Felder aus dieser Technologie ausgesetzt werden, so ihre Forderung. Die EU-Kommission und Europas Regierungen weisen die Forderung jedoch bisher zurück, da die Anwendung des Vorsorgeprinzips auf die Mobilfunktechnologien eine zu drastische Maßnahme sei. Sie verweisen auf die Empfehlungen der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP). Diese beurteilt die aktuellen Studien als irrelevant. Nicht berücksichtigt wird jedoch, dass es sich beim ICNIRP um einen privaten, in Deutschland eingetragenen Verein ohne jedweden amtlichen Charakter handle, der obendrein seine Mitglieder selbst rekrutiere und dabei Fachleute mit abweichenden Meinungen ausschließe. Von den Kritikern werden daher ein unabhängiges Gremium und ein großes Forschungsprogramm zur Beurteilung möglicher Gesundheitsschäden gefordert. mse

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