Foto: AdobeStock/Dan Race

Mit einem Bluttest könnten Forscher Alzheimer bis zu 16 Jahre im Voraus erkennen. Die Krankheit gilt als eine der häufigsten Ursachen für Demenz. Der Test misst laut dem Fachblatt „Nature Medicine“ bestimmte Eiweiße, die beim Absterben von Nervenzellen entstehen. Eine Diagnose lasse sich daraus allerdings nicht ableiten, weil sich die betreffenden Filamente auch bei anderen Krankheiten im Blut anreichern, beispielsweise bei Multipler Sklerose. Der Test zeige aber sehr genau den Krankheitsverlauf an und sei damit ein ausgezeichnetes Werkzeug, um in klinischen Studien neue Alzheimer-Therapien zu erforschen. Ob und wann sich daraus neue Therapieformen für die derzeit rund 1,2 Millionen betroffenen Deutschen ableiten lassen, ist noch offen. Die derzeit verfügbaren Demenzmedikamente verlangsamen nur das Fortschreiten der Erkrankung, können sie aber nicht aufhalten.   Jh

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