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Die primäre Therapie bei Morbus Menière sei konservativ, heißt es in der „Ärzte Zeitung“ vom 03.12.2018. Zur medikamentösen Behandlung eines akuten Anfalles würden Steroide als systemische Stoßtherapie verabreicht. Bei der Prophylaxe von Anfällen kämen intratympanale Steroide zum Einsatz, heißt es dort weiter. Auch würden Betahistin oder Diuretika angewendet. Außerdem sorge eine psychotherapeutische Mitbetreuung bei jeder Therapie zu signifikant besseren Erfolgen, erläuterte Privatdozent Dr. Stefan Volkenstein auf einer Veranstaltung in Mannheim außerdem. In der Routineversorgung sei Betahistin weiterhin das Medikament der ersten Wahl, betonte er. Dessen Effektivität bei Schwindel und Morbus Menière werde durch eine Cochrane-Analyse und eine Meta-Analyse untermauert. Alternativ könnten Diuretika wie Acetazolamid eingesetzt werden. Bei fortbestehender Symptomatik seien abhängig von Hörvermögen und der Funktion des peripheren Vestibularapparates eine intratympanale funktionserhaltende Kortikosteroid- oder destruktive Gentamicin-Therapie indiziert, führte er weiter aus. Die nächste Stufe seien dann funktionserhaltende chirurgische Therapieverfahren. Ablative Therapieverfahren hingegen würden erst nach Versagen der anderen Therapieoptionen in Erwägung gezogen und könnten dann bei entsprechendem Hörverlust oft gut mit einer Cochlea-Implantation(CI) verbunden werden, so Volkenstein.    zg/mse

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