Foto: AdobeStock/Artem Furman

Nach bisheriger Annahme seien cochleäre Störungen wie Tinnitus oder Hörsturz als Symptome für Migräne eine seltene Ausnahme, heißt es in der „Ärzte Zeitung“ vom 22.08.2018. Diese Ansicht müsse möglicherweise revidiert werden, legen die Studienergebnisse taiwanischer Mediziner der Tzu-Chi-Universität in Hualien nahe. Sie analysierten die Daten von mehr als 1 000 Patienten mit zweimal binnen drei Monaten diagnostizierter Migräne, die sonst keine weiteren Erkrankungen aufwiesen. Das Risiko der Migränepatienten, im Laufe der Beobachtung cochleäre Störungen zu entwickeln, also Tinnitus, sensorineurale Höreinschränkungen oder plötzlichen Hörverlust, sei 2,7-mal höher als in der Kontrollgruppe gewesen. Patienten mit einer Migräneanamnese wiesen also eine Tendenz auf, cochleäre Störungen und speziell Tinnitus zu entwickeln, so das Fazit der Forscher.  Mse

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