Foto: AdobeStock/winyu

…, dass Silvesterböller Lautstärken von mehr als 140 Dezibel erreichen können? Das entspricht etwa einem in unmittelbarer Nähe startenden Düsenjet und liegt deutlich über der Schmerzgrenze unserer Ohren von etwa 120 Dezibel. Schon ein nah am Ohr explodierender Böller kann somit zu einer bleibenden Hörschädigung führen. 

…, dass es Silvester auch ganz leise zugehen kann? In der französischen Hauptstadt Paris ist die Knallerei generell verboten, auch in den meisten anderen Städten des Landes geht es relativ ruhig zu. Die Franzosen feiern nämlich statt mit Böllern lieber mit Champagner und dazu Stopfleber oder Austern.

…, dass gutes Hören für Spanier in der Nacht vom 31. Dezember zum 1. Januar besonders wichtig ist? Denn traditionell stecken sie sich bei jedem der zwölf Glockenschläge eine Weintraube in den Mund. Wozu das gut sein soll? Das bringt alten Überlieferungen nach angeblich Glück.

…, dass das Feuerwerk vermutlich in China erfunden wurde? Bereits zur Zeit der Song-Dynastie (960-1279) sollen die ersten Böller gezündet worden sein. Das waren unter anderem mit Schwarzpulver gefüllte Bambusstöcke, die als Feuerpfeile bezeichnet wurden. Das erste Feuerwerk Europas fand nach Überlieferungen 1379 im italienischen Vicenza statt.

…, dass es farbige Feuerwerke erst seit dem beginnenden 19. Jahrhundert gibt? Fortschritte in Naturwissenschaften wie der Chemie ermöglichen seitdem zahlreiche Effekte.

…, dass es im Land der Feuerwerkserfinder, China, an Silvester kein Feuerwerk gibt? Das liegt daran, dass das chinesische Neujahrsfest nach dem traditionellen Mondkalender erst Ende Januar oder Anfang Februar stattfindet. An diesem wichtigstem Feiertag Chinas wird dann jedoch den ganzen Abend mit Feuerwerk gefeiert.

…, dass der Neujahrswunsch „Guten Rutsch“ so viel bedeutet wie „Gute Reise“? Verschiedene alte Wörterbücher verweisen auf den scherzhaften Gebrauch des Wortes „Rutsch“ im Sinne von „Reise“ oder „Fahrt“. Gemeint sei damit ein guter Übergang ins Neujahr, ähnlich eines mühelosen Gleitens auf einem Schlitten, eines früher gebräuchlichen Transportmittels und Reisebegleiters. So wünschen sich die Menschen nach Überlieferungen etwa ab dem 19. Jahrhundert alles Gute für das neue Jahr oder eben einen „Guten Rutsch“.

…, dass die Bezeichnung Silvester auf einen Papst zurückgeht? Dieser Papst Silvester I., dem wundersame Heilkräfte nachgesagt werden, starb am 31. Dezember 335. Dieses Datum wurde seit dessen Heiligsprechung zu seinem Namenstag. Eine Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 verschob den Neujahrstag in der christlichen Welt vom 25. Dezember auf den 1. Januar. Der Silvester wurde somit zum letzten Tag des Jahres.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern alles Gute für das neue Jahr, vor allem Gesundheit!

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