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Viele Menschen nutzen während ihrer sportlichen Betätigung Fitness-Apps, mit deren Hilfe sie ihre Aktivitäten dokumentieren. Diese Daten, die Nutzer dem Unternehmen Strava über das gleichnamige soziale Netzwerk zum internetbasierten Tracking sportlicher Aktivitäten zugänglich gemacht hatten, nutzte das Unternehmen, um eine Weltkarte aller Aktivitäten zu erstellen, die öffentlich einsehbar ist, meldete unter anderem das Onlineportal „heise.de“. Je frequentierter Strecken sind, desto heller leuchten diese auf der sogenannten Heatmap. Allerdings scheinen auch viele Soldaten diese Fitness-Apps zu nutzen, wodurch vertrauliche Informationen über Militärbasen in aller Welt preisgegeben wurden, darunter geheime Stützpunkte in Krisengebieten. Dort, so heißt es bei „heise“ weiter, nutze außer den Soldaten keiner diese Dienste, dadurch legten die Soldaten Militärbasen durch ihre um diese herumführenden Laufrouten offen. Selbst Versorgungsrouten ließen sich so in Form dünnerer Linien zwischen solchen Orten erkennen, weil die Soldaten ihre Tracker offenbar selbst in ihren Fahrzeugen nicht abschalteten. Strava habe darauf bereits mit einem Hinweis auf die Datenschutzempfehlungen reagiert, heißt es dort weiter, denn die Weltkarte enthalte nur Aktivitäten, die von den Nutzern nicht als privat, sondern öffentlich, gekennzeichnet wurden. Wer also nicht möchte, dass die eigenen Daten in die Karte einfließen, kann und sollte das entsprechend einstellen. mse

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