Abbildungen: Vibrosonic

Das Mannheimer Unternehmen Vibrosonic geht mit seiner Hörkontaktlinse, einem Hörsystem, das komplett unsichtbar auf dem Trommelfell sitzen soll, einen weiteren Schritt in Richtung Marktreife. Nach ersten klinischen Studien können nun Anfang November Interessierte das Gerät testen. Derzeit kommt die Hörkontaktlinse Vibrosonic alpha noch nicht ohne ein hinter dem Ohr getragenes Modul aus; künftig soll jedoch das gesamte Gerät nahezu unsichtbar im Gehörgang sitzen und voraussichtlich ab 2024 unter dem Namen Vibrosonic one vertrieben werden. Die Schallübertragung erfolgt durch eine direkte vibratorische Anregung des Trommelfells durch die Hörkontaktlinse. Eingesetzt und an das individuelle Hörvermögen angepasst wird das maßgefertigte Trommelfellmodul im aktuellen Test nach einer Voruntersuchung (Voruntersuchung: 29.09. bis 11.10.2022, Einsetzen: 02./03.11.) und entsprechender Eignung (u. a. mindestens 18 Jahre, maximal mittelgradige Schwerhörigkeit, kein Tinnitus, kein Diabetes) in der Ohrenklinik Bensheim (Hessen). Nach fünf Tagen (07./08.11.) wird es wieder entnommen und die Erfahrungen werden dokumentiert. Die Schutzgebühr liegt für die beidohrige Versorgung mit Hörkontaktlinsen bei 230 Euro. Teilnehmer des Probetragens können dann im kommenden Jahr mit dem dann nach Medizinprodukterichtlinie (MDR) zugelassenen Regelprodukt kostenfrei neuversorgt werden. Aktuell läuft das MDR-Zulassungsverfahren, ebenso beantragt ist die Hilfsmittelzulassung als Voraussetzung für einen Krankenkassenzuschuss, informierte das Unternehmen. Weitere Informationen erhalten Interessierte per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Telefon (0621 18062690). An der Entwicklung der Hörkontaktlinse arbeitet Vibrosonic seit 2018 (siehe „Spektrum Hören“ 5/2021 und 6/2018).   AF

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