Foto: Fraunhofer IPMS

Ein neuartiger Ultraschallwandler soll Mittelohrentzündungen schnell und zuverlässig erkennen. Einen entsprechenden Prototyp mit der neuen Sensortechnologie haben OtoNexus Medical Technologies und das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS gemeinsam erarbeitet, teilte das Fraunhofer IPMS mit. Mit dem neu entwickelten Otoskop lasse sich der Bereich hinter dem Trommelfell in Sekunden analysieren und feststellen, ob das Mittelohr Luft oder Flüssigkeit enthält. Kinderärzte würden damit in die Lage versetzt, zwischen verschiedenen Erkrankungsstadien zu unterscheiden, wodurch eine zielgerichtete Behandlung ermöglicht werde. Damit sollen unnötige Antibiotikagaben vermieden und das Problem der Antibiotikaresistenz eingedämmt werden. Gegenwärtige Medizingeräte zur Diagnose seien oft ineffektiv und wiesen diagnostische Fehlerraten von durchschnittlich 50 Prozent auf. Insbesondere die Unterscheidung von bakteriellen und viralen Infektionen falle damit schwer. Die neue Ultraschalltechnologie kommt bereits in klinischen Studien zum Einsatz, die Markteinführung soll in den nächsten Jahren erfolgen. Das neue Diagnosewerkzeug zeichne sich durch einen geringen Stromverbrauch aus und lasse sich kostengünstig in Großserie produzieren.    jh

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