Foto: AdobeStock/Monkey-Business

Forscher des Hörforschungslabors der Universität Bern und des Inselspitals sind mit künstlicher Intelligenz dem sogenannten Cocktail-Party-Effekt auf den Leib gerückt. Dieser Effekt bezeichnet die Fähigkeit, aus einer Vielzahl von Schallquellen gezielt Sprache herauszufiltern – eine Herausforderung für Hörgeräte oder Hörimplantate. Wie der Informationsdienst Wissenschaft berichtet, haben die Berner Forscher herausgefunden, dass die optimale Position für das Mikrofon des Hörgeräts mitten auf der Stirn liegt. Da es unpraktisch ist, das Mikrofon dort anzubringen, haben sie dem Audioprozessor mittels künstlicher Intelligenz ein virtuelles Mikrofon hinzugefügt. Um den Algorithmus zu verfeinern, trainierten sie ein neuronales Netz mit 65 Stunden Audioaufnahmen. In einer Studie mit 20 Probanden konnten die virtuellen Mikrofone die Sprachqualität unter Cocktail-Party-Bedingungen signifikant verbessern.   ML

 

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