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Forscher in vier Ländern arbeiten derzeit an der bislang weltgrößten Tinnitus-Studie „UNITI“ (Unification of Treatments and Interventions for Tinnitus Patients, Vereinheitlichung von Behandlungen und Interventionen für Tinnitus-Patienten). Das berichtet der Bayerische Rundfunk auf seiner Internetseite. Bei der Studie dabei ist das Tinnituszentrum am Bezirksklinikum Regensburg. Nun sucht es für eine großangelegte Studie zur Behandlung von chronischem Tinnitus rund 100 Patientinnen und Patienten; rund 35 sind bereits gefunden. Diese Anzahl ist laut Klinik nötig, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten. Die Teilnehmer sollten zwischen 18 und 80 Jahren als sein und seit mehr als sechs Monaten Tinnitus haben. Zudem sollten sie bereit sein, spezielle Anwendungen auf ihren Smartphones zu verwenden sowie regelmäßig im Studienzentrum zu erscheinen. Patienten, die an einer Teilnahme an der Studie interessiert sind, können sich per E-Mail an das UNITI-Studienteam unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden oder sich für ein Pre-Screening registrieren.

Ziel der Studie ist es herauszufinden, welche Patientengruppen von welcher Behandlungsmethode am meisten profitieren, erläutert der Leiter des Tinnituszentrums Regensburg, Berthold Langguth. Die Behandlungsmethoden umfassen unter anderem das Tragen eines Hörgeräts, kognitive Verhaltenstherapie, psychologische Beratung und Klangtherapie via App. Kombiniert werden die Daten mit genetischen Daten, medizinischen und audiologischen Untersuchungen sowie bestehenden Datenbanken, um daraus ein Computermodell zu entwickeln, das die bestmögliche Therapie vorhersagt.

Gefördert wird die Studie von der Europäischen Union. Beteiligt sind klinische Zentren in Deutschland, Belgien, Griechenland und Spanien.              AF

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