Foto: AdobeStock/folienfeuer

Autonome Fahrzeuge werden zukünftig über einen Hörsinn verfügen, teilt das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in einem Schreiben mit. Danach haben Forscher erste Prototypen für das Erkennen von Außengeräuschen wie Sirenen entwickelt. Systeme, die in der Lage sind, Außengeräusche wahrzunehmen, sollen im Zusammenspiel mit intelligenter Radar- und Kamerasensorik die Grundlage für das autonome Fahren bilden. Zu den Herausforderungen zählten die optimale Signalaufnahme durch Sensorpositionierung, die Signalvorverarbeitung und -verbesserung sowie die Störgeräuschbefreiung. Es gebe zahlreiche Szenarien, bei denen ein akustisches Frühwarnsystem unerlässlich sei, zum Beispiel beim Einbiegen in Spielstraßen. Die akustische Sensorik der IDMT-Forscher setze sich aus eingehausten Mikrofonen, einem Steuergerät und einer Software zusammen, ist aus der Pressemitteilung zu erfahren. Außen am Fahrzeug angebracht nehmen die Mikrofone den Luftschall auf. Die Sensoren leiten die Audiodaten an ein spezielles Steuergerät weiter, wo diese dann zu relevanten Metadaten weiterverarbeitet würden. Die Ereigniserkenner des IDMT seien über Machine-Learning-Verfahren mit den akustischen Signaturen der relevanten Töne trainiert worden. Hierfür habe man akustische Bibliotheken angelegt. So seien intelligente Sensorplattformen mit effektiver Erkennerleistung entstanden. Eigens entwickelte, auf künstlicher Intelligenz basierende Algorithmen zur Audioanalyse ermittelten die Stör- und Zielgeräusche. Gemeinsam mit Industriepartnern habe man bereits erste Prototypen realisiert, die Mitte des kommenden Jahrzehntes marktreif sein sollen.        Zg

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