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Über den Jahresreport des Ombudsmannes Private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) berichtet das „VersicherungsJournal.de“. Individuelle Schlichtungsanträge im Bereich der Kostenerstattung für Hilfsmittel bezögen sich „merklich oft auf Hörgeräte“. Streitpunkt für die Versicherten: Welche Höhe der Versicherungsleistungen für diese Hilfsmittel sollte der Versicherer übernehmen? Der Versicherer müsse Kosten nur im Rahmen der notwendigen medizinischen Anforderungen übernehmen, so der Schiedsspruch. Für die Zusatzausstattung müssen Versicherte eine Eigenbeteiligung für das gewählte Hörsystem aufbringen oder ein anderes Hörsystem aussuchen. Im Einzelfall rate der Ombudsmann zu einer nochmaligen Prüfung, eventuell mit Begleitung eines Sachverständigen. Auch Beschwerden zu Gebühren seien ein Dauerbrenner. Leistungserbringer wie Arzt, Zahnarzt, Krankenhaus, Heilpraktiker oder Physiotherapeut hielten Forderungen für berechtigt, die der Versicherer als unbegründet oder überzogen ablehne. Zusätzlich haben sich laut Bericht Dienstleister etabliert, die auf Basis der veralteten Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) eine „Rechnungsoptimierung“ für die Leistungserbringer anböten. In der Konsequenz erfordere dieses Vorgehen eine höhere Rechnungskontrolle von den privaten Krankenversicherern. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 5 953 Beschwerden beim PKV-Ombudsmann eingegangen.      Zg

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