Foto: AdobeStock/Henrie

Manche Menschen mit einer hochgradigen Hörbeeinträchtigung können aus anatomischen Gründen kein Cochlea-Implantat erhalten. Nun wollen Forscher ein neuartiges Hörnervimplantat (Auditory Nerve Implant, ANI) entwickeln, meldete „Audiology Worldnews“. Im Fokus eines globalen Projektes stehe die Wiederherstellung des Gehöres. Dafür wurde ein umfangreiches Forschungsstipendium unter Leitung der Universität von Minnesota eingerichtet. Die Herausforderung bestehe darin, ein Elektrodenarray direkt in den Hörnerv zu implantieren. Das Team aus Ingenieuren, Wissenschaftlern, Chirurgen und medizinischen Forschern von drei Universitäten dreier verschiedener Länder umfasst unter anderem den österreichischen Implantathersteller MED-EL sowie Blackrock Microsystems LLC, ein amerikanisches Unternehmen für implantierbare Neurotechnologie. Das Team verspricht sich vom ANI wesentliche Verbesserungen beim Hören von Sprache und Musik sowie mehr Klarheit in lauten Umgebungen. Bis die Entwicklung eines solchen Implantates und umfangreiche Studien abgeschlossen sind, werden allerdings noch mindestens fünf Jahre vergehen, heißt es in dem Bericht weiter. Im Mittelpunkt stünden dabei die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Funktionalität.   jh

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