Foto: AdobeStock/electriceye

Forscher der südkoreanischen Sungkyunkwan University haben ein implantierbares Gerät entwickelt, das eine externe Ultraschallquelle als Energielieferanten nutze, teilt die Nachrichtenagentur pressetext mit. Dieser triboelektrische Generator beruhe auf dem gleichen Effekt, bei dem zwei Materialien bei Kontakt mit Ultraschall zusammengedrückt werden. Werde die Ultraschallquelle entfernt, so komme es zu einer Trennung der Materialien. Dabei fließe Strom, der dann im Generator gespeichert werde. Durch eine Wiederholung dieses Prozesses in immer schnellerer Abfolge entstehe ein konstanter Stromfluss. Nach Angaben der Nachrichtenagentur habe das Gerät bei Tests in Schweinegewebe in einer Hauttiefe von fünf Millimetern Strom in einer Stärke von 156 Mikroampere bis 2,4 Volt erzeugt. Die Wissenschaftler hoffen, dass ein solcher Generator künftig Herzschrittmacher und andere komplett implantierbare Geräte mit Strom versorge. Dadurch bliebe es dem Patienten erspart, diese Geräte regelmäßig im Rahmen einer Operation austauschen zu lassen. Hörimplantate könnten damit zukünftig komplett und dauerhaft implantierbar werden.    Zg

 

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