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Schwerhörigen Menschen einen besseren Musikgenuss verschaffen – das ist das langfristige Ziel des Oldenburger Hörforschers Dr. Kai Siedenburg. Für seine außerordentliche Forschung erhielt er jüngst ein Freigeist-Fellowship der Volkswagen-Stiftung, ist in einer Pressemitteilung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu lesen. Damit stehen dem Nachwuchswissenschaftler in den nächsten fünf Jahren rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung, um herauszufinden, wie Schwerhörende Musik wahrnehmen und warum Hörhilfen Musik bisher nur unzureichend übermitteln. Dazu zeichne sein Team die elektrische Gehirnaktivität von Testpersonen mit Elektroenzephalografie (EEG) auf und entziffere die entsprechenden Muster. Zudem plane er, polyphone – also mehrstimmige – Musik verschiedener Genres akustisch zu analysieren. Ziel dabei ist, herauszufiltern, auf welche Weise die verschiedenen Stimmen zusammen gemischt sein müssen, damit Zuhörende einen originalgetreuen Höreindruck erhalten. Aus den Ergebnissen will der Hörforscher Strategien ableiten, um Musikaufnahmen für Schwerhörende künftig besser abmischen zu können.   Zg

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