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… dass eine Minute Lachen Körper und Geist im selben Masse belebt wie ein 45-minütiges Entspannungstraining? Das haben Lachforscher, sogenannte Gelotologen, herausgefunden. Die gesundheitlichen Vorteile eines hemmungslosen Lachanfalles liegen auf der Hand: Unsere Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt, der Blutdruck normalisiert sich, Stresshormone nehmen ab und der Körper schüttet vermehrt Endorphine aus – jene Glückshormone, die für gute Laune, Schmerzfreiheit und Entspannung sorgen. Selbst gegen Krankheitserreger macht das Lachen ein Stück weit immun.

… dass Erwachsene nur rund 15 Mal am Tag spontan loslachen, während Kinder auf einen Schnitt von 300 bis 400 Mal am Tag kommen? Glücksforscher versichern jedoch, dass es in Sachen Gesundheit weniger auf das Lachen an sich ankomme als auf die Qualität der dahinter liegenden Gefühle. Stille Glückseligkeit habe demnach eine ähnlich positive Wirkung wie lautes Losprusten.

… dass Lachen ein gutes Workout ist? US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein zehnminütiger Lachanfall rund 50 Kilokalorien verbrauchen kann. Mehr als 135 verschiedene Muskeln sind daran beteiligt, wenn wir uns über etwas schlapplachen – angefangen von der Muskulatur um Augen und Mund, über Hals- und Rückenmuskeln bis zu Zwerchfell und Bauchmuskulatur. Allein der Zygomaticus, der „Lachmuskel“, spannt 15 Gesichtsmuskeln an. Von ihm wird auch der Tränensack aktiviert, sodass wir Tränen lachen können.

… dass der erste Lachclub 1995 von Dr. Madan Kataria, einem niedergelassenen Arzt aus dem indischen Bombay, gründet wurde? Er gilt als der Vater des Lachyoga, einer weltweiten Bewegung, der inzwischen mehrere Tausend Clubs angehören. Ziel des Lachyoga ist es, durch grundloses Lachen und mithilfe verschiedener Körper- und Atemübungen Spannungen zu lösen und damit die Lebensfreude der Teilnehmer zu erhöhen. Jedes Jahr im Mai feiert die Bewegung den Weltlachtag.

… dass selbst im spaßfreien Mittelalter durchaus gelacht werden durfte? Offiziell galt das Lachen besonders in kirchlichen Kreisen als unschicklich und sündenhaft. Der Karnevalsbrauch des gemeinen Volkes mit seinen derben Zoten wurde jedoch geduldet. Im 14. Jahrhundert durften dann in Bayern sogar die Pfarrer auf der Kanzlei ihre Witzchen reißen. Der Brauch des sogenannten Ostergelächters war allerdings umstritten.   ws

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