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Wissenschaftler der Columbia University in New York um den Hirnforscher Dr. Nima Mesgarani haben eine Technologie entwickelt, die sich auf die Gehirnströme des Benutzers stütze, um besser herauszufiltern, was der Träger hören möchte, heißt es auf dem Onlineportal “tekk.tv.“ Dazu werden Sprachtrennungsalgorithmen mit neuronalen Netzen und komplexe mathematische Modelle verwendet, die die natürlichen Fähigkeiten des Gehirnes imitieren. Mithilfe der Technologie werden die Stimmen einzelner Sprecher einer Gruppe getrennt, anschließend werden dann die Stimmen jedes Sprechers mit den Gehirnwellen der hörenden Person verglichen. Das Sprachmuster, das am ehesten mit den Gehirnwellen des Hörers übereinstimme, werde dann über den Rest verstärkt. Dass das Konzept funktioniere, hätten Versuche mit drei gut hörenden Probanden gezeigt, denen im Rahmen einer Epilepsiebehandlung schon Elektroden ins Hirn eingesetzt worden waren. Die Forscher spielten ihnen das Gemisch einer Frauen- und einer Männerstimme vor und die Probanden sollten sich zuerst auf die Männer-, dann auf die Frauenstimme konzentrieren, heißt es im Onlineportal „Deutschlandfunk“. Das System habe tatsächlich erkennen können, auf welche Stimme die Probanden sich konzentrierten, und habe die Lautstärke entsprechend angepasst. Noch sei das alles Grundlagenforschung, doch die Ergebnisse seien so vielversprechend, dass Mesgarani überzeugt ist: „Ich würde sagen, in fünf Jahren, vielleicht etwas mehr, werden wir erste Anwendungen dieser Technologie sehen.“ zg/mse

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