Foto: Hyunhyub Ko et al.

Mit einem Netzwerk aus Silbernanodrähten, das sie in einem elastischen Kunststofffilm eingelagert haben, ist es südkoreanischen Wissenschaftlern gelungen, den wahrscheinlich dünnsten Lautsprecher der Welt zu entwickeln, heißt es in einem Beitrag in der Fachzeitschrift „Science Advances“. Auf dem gleichen Prinzip aufbauend gelang es ihnen ebenfalls, ein hauchdünnes Mikrofon zu konstruieren. Die durchsichtige und flexible Lautsprecherfolie hafte mühelos auf der Haut und schmiege sich sogar an die filigranen Furchen auf der Fingerkuppe an, heißt es dort weiter. Anhand von Prototypen konnten die Forscher somit zeigen, dass es grundsätzlich möglich ist, sowohl Lautsprecher als auch Mikrofone aus hauchdünnen, flexiblen Nanomembranen zu fertigen. Als Anwendungsmöglichkeiten sehen die Forscher elektronische Kleidung mit integrierter Audiotechnik oder eine technisch elegantere Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Sie betonten allerdings auch, dass bis zu einer kommerziellen Anwendung noch einige Hürden genommen werden müssten, da Ton- und Aufnahmequalität der Lautsprecher- und Mikrofonfolien bisher gering seien. Auch die Stabilität der Nanomembranen wollen die Forscher weiter erhöhen.   Mse

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