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„Schwerwiegende medizinische Fehler“ hätten dazu geführt, dass ein Kind in Galicien, Spanien, fälschlicherweise als „völlig, unheilbar taub“ diagnostiziert wurde und unnötigen Cochlea-Implantat(CI)- Operationen unterzogen wurde, die zu einseitiger Taubheit führten. Wie Audiology Worldnews berichtet, habe das Krankenhaus einen vorliegenden Autismus übersehen. Das zu dem Zeitpunkt zweieinhalb Jahre alte Kind sei ohne ausreichende Diagnose operiert worden; ihm wurde nun von einem spanischen Gericht eine Entschädigung in Höhe von 200.000 Euro zugesprochen. Das Gericht betonte, dass die wissenschaftliche Literatur darauf hinweise, dass 77 Prozent der autistischen Kinder Symptome eines Hörverlustes aufwiesen, die hypothetische Taubheit jedoch durch eine Analyse von Verhaltensmustern relativ leicht von echtem Autismus unterschieden werden könne. Im vorliegenden Fall war es einem aufmerksamen Lehrer zu verdanken, dass die Fehldiagnose ans Licht kam. Die richtige Diagnose kann jedoch den Hörverlust durch die unnötige CI-Operation nicht wettmachen.    Jh

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