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Nach der Cochlea-Implantat(CI)-Versorgung können sich manchmal Probleme ergeben, etwa betreffend der Frage, welche Folgekosten die gesetzlichen Krankenversicherungen oder andere Kostenträger übernehmen müssen. Erlanger Wissenschaftler haben Urteile der deutschen Sozialgerichte hinsichtlich der Frage untersucht, ob es sich für den einzelnen Patienten lohnt zu klagen und mit welcher Verfahrensdauer gerechnet werden muss, berichtet die Zeitschrift „HNO“ vom Dezember 2018. Ausgewertet wurden dafür 13 Entscheidungen aus dem Zeitraum 2002 bis 2017. 54 Prozent der untersuchten Urteile fielen positiv für den Patienten (Kläger) aus. Die Verfahren dauerten ab Klage zwischen 0,2 und 6,11 Jahren. Daraus lasse sich schlussfolgern, dass es ungewiss ist, ob Kosten, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Operation beziehungsweise Nachsorge stehen, erstattet werden. Da grundsätzlich jeder Fall einzigartig sei, variierten die Ergebnisse. Es werde aber empfohlen, im Falle der Ablehnung der Ansprüche nach sorgfältiger Abwägung den Klageweg zu beschreiten.    mse

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