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Die steuerlichen Pauschbeträge für Menschen mit Behinderungen wurden verdoppelt. Das beschloss der Bundestag im Oktober 2020. Für Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 20 (bisher GdB 30) bedeutet das eine Anhebung auf 384 Euro, bei einem GdB von 50 auf 1.140 Euro und bei einem GdB von 100 auf 2.840 Euro. Blinde und Taubblinde erhalten einen Pauschbetrag von 7.400 Euro. Die genauen Werte können der Tabelle entnommen werden. Sie gelten, wenn der Betroffene Einkünfte erzielt hat.

Außerdem wurden Änderungen beim Pflegepauschbetrag vorgenommen und eine behinderungsbedingte Fahrtkostenpauschale eingeführt. Die Pauschbeträge für Menschen mit Behinderungen sind seit 1975 weitgehend unverändert. Ihre Anpassung wurde von den Betroffenenverbänden und anderen Organisationen als längst überfällig bezeichnet. Der Pauschbetrag kann jährlich in der Steuererklärung geltend gemacht werden; liegen die tatsächlichen Kosten höher, muss ein Einzelnachweis erfolgen.    AF

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