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Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, hat gestern zum ersten Mal Teilhabeempfehlungen an die Bundesregierung veröffentlicht. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Die Empfehlungen umfassen die Themen gesundheitliche Versorgung, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, Wohnen, Teilhabe am Arbeitsleben und Digitalisierung. „In den vergangenen Jahren hat sich viel getan“, so Dusel. „Insbesondere der Blick auf Menschen mit Behinderungen hat sich verändert, vor allem aber auch das Selbstbewusstsein der Menschen, für ihre Rechte zu kämpfen. Wo viel Licht ist, gibt es aber auch Schatten und das trifft auf den Stand der Inklusion in Deutschland zu“, so der Beauftragte. Die Teilhabeempfehlungen sollen der Bundesregierung Hinweise geben, an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht. Wichtig ist Dusel, dass die Inklusion eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ ist – und damit eine gemeinsame Aufgabe aller Ressorts der Bundesregierung. Darüber hinaus fordert der Beauftragte, deutlich mehr in Barrierefreiheit zu investieren. Inklusion sei kein Akt der Barmherzigkeit, sondern ein fundamentales Menschenrecht. „Auch die Verpflichtung privater Anbieter zur Barrierefreiheit muss endlich ernsthaft angegangen werden“, betonte Dusel.

Das PDF gibt einen Überblick über die Teilhabeempfehlungen. Die kompletten Empfehlungen können hier heruntergeladen werden.    zg

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