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Ab 1. April gelten neue Festbeträge sowie technische Mindestanforderungen für Hörsysteme. Festgesetzt wurden sie vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband). Laut GKV-Spitzenverband sowie Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt liegt der Festbetrag bei einer beidohrigen Versorgung dann bei 1.498,88 Euro inklusive Ohrpassstück (bisher: 1.386,42 Euro; Differenz: + 112,46 Euro). Abgeschafft wird der Preisabschlag, der bisher von der Krankenkasse für das zweite Hörsystem vorgenommen wird. Stattdessen erfolgt bei einer einseitigen Versorgung ein Preisaufschlag von rund 150 Euro, woraus sich ein neuer Gesamtfestbetrag für einseitige Versorgungen von 901,40 Euro inklusive Ohrpassstück (bisher: 766,57 Euro) ergibt. Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Obergrenzen für die Verträge mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen. Aktuell verhandelt die Bundesinnung der Hörakustiker mit den verschiedenen Krankenkassen die konkreten Verträge. Bis diese abgeschlossen sind, gelten die alten Vertragspreise.

Wie in „Spektrum Hören“ 1/2022 bereits angekündigt, gelten für Hörsysteme zum Festbetrag ab 1. April überdies zusätzliche Mindestanforderungen. Sie müssen mindestens sechs Kanäle haben (Aufteilung ermöglicht separate Einstellung der Verstärkung für unterschiedliche Frequenzen) und Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme zudem eine omnidirektionale (gleichmäßig aus allen Richtungen) und gerichtete Schallaufnahme.         AF

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