Foto: AdobeStock/MQ-Illustrations

Rund 80 Prozent aller Hilfsmittel werden ohne Zusatzkosten abgegeben. Das zeigt der dritte Bericht über die Entwicklung der Mehrkosten bei der Hilfsmittelversorgung für gesetzlich Versicherte in Deutschland des GKV-Spitzenverbandes für das Jahr 2020. Veröffentlicht wurde er am 14.07.2021. Damit bleibt der Anteil der mehrkostenfreien Versorgungen unverändert zu 2019. Circa 20 Prozent zahlen demnach durchschnittlich 132 Euro zu.

Die Gesamtausgaben der Krankenkassen für rund 28 Millionen Hilfsmittelversorgungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um moderate 2,8 Prozent auf insgesamt 9,25 Milliarden Euro. In der Produktgruppe 13 Hörhilfen betrugen die Gesamtausgaben der Krankenkassen wie in den Vorjahren circa eine Milliarde Euro. Der Anteil der Versorgungen, bei denen eine freiwillige Zuzahlung erfolgte, blieb mit 52,06 Prozent (2019: 52,36 Prozent) nahezu identisch. In einer Pressemitteilung der Bundesinnung der Hörakustiker wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass alle gesetzlich Versicherten in Deutschland ein zuzahlungsfreies Angebot erhalten. Die Entscheidung für eine Zuzahlung erfolge freiwillig aufgrund des Wunsches beispielsweise nach einer Komfortausstattung, wie einer Bluetoothanbindung des Smartphones. Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum fast 780 000 Versorgungsfälle mit Hörhilfen berücksichtigt, womit diese Produktgruppe bei der Anzahl der Hilfsmittelversorgungen Rang 12 (2019: Rang 13) einnimmt.

Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, betonte im Vorwort des Berichtes die Wichtigkeit der Hilfsmittelversorgung in Deutschland und stellte heraus, dass die Versorgung auch in der Coronapandemie sichergestellt gewesen sei und die Hilfsmittelanbieter aufgrund ihrer Bedeutung zu Recht als systemrelevant eingestuft wurden.   SG, AF

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten
© 2018 spektrum-hoeren.de