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Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) fuhren die Krankenkassen im ersten Halbjahr 2019 ein sattes Minus ein und schlossen mit einem Defizit von 544 Millionen Euro ab, ist in der Onlineausgabe der „Ärzte Zeitung“ vom 04.09.2019 zu lesen. Obwohl die Einnahmen, von einer robusten Konjunktur getragen, um 3,6 Prozent gestiegen seien, hätten die Ausgaben mit 4,7 Prozent deutlich angezogen. Beeinflusst werde die Einnahmeentwicklung auch durch den um 0,1 Punkte gesunkenen durchschnittlichen Zusatzbeitrag, der im Juli genau 0,99 Prozent betrug. Während der Abbau der mitunter hohen Reserven bei den Kassen politisch gewollt ist, sehen Kassenvertreter die Entwicklung eher skeptisch, heißt es in der „Ärzte Zeitung“. Vor dem Hintergrund der von der Politik geforderten besseren Vergütung für Therapeuten seien weitere Kostenschübe vor allem bei Heilmitteln im zweiten Halbjahr zu erwarten. Im Schnitt aller 109 Kassen legten ebenfalls die Ausgaben für die ärztliche Behandlung um 3,96 Prozent zu. Auch von neuen Medikamenten gehe eine starke Kostendynamik aus. Die Finanzreserven der Kassen werden aktuell mit 20,8 Milliarden Euro angegeben; der Gesundheitsfonds schloss das erste Halbjahr mit einer Liquiditätsreserve von 9,7 Milliarden Euro.    zg

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