Foto: AdobeStock/Franz Pfluegl

Unversorgte Hörminderungen kosten die Europäische Union (EU) 185 Milliarden Euro pro Jahr, meldet der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI). Hierfür führt er die eingeschränkte Lebensqualität und daraus resultierende Kosten für die Gesundheitssysteme in Höhe von 130 Milliarden Euro sowie Produktivitätsverluste in Höhe von 55 Milliarden Euro an. Der BVHI bezieht sich dabei auf eine Studie der Brunel University in London. Demnach hätten EU-weit 34,4 Millionen Menschen eine beeinträchtigende Hörminderung (≥35 dB) – rund zwei Drittel davon seien jedoch noch nicht mit Hörgeräten versorgt. Die Zahlen für Deutschland sind gleichfalls ernüchternd: Von 5,8 Millionen Menschen (über 15 Jahre) mit einer beeinträchtigenden Hörminderung tragen lediglich zwei Millionen Hörgeräte. Die jährlichen Kosten des Versorgungsdefizites aufgrund von Produktivitätsverlusten bei betroffenen Personen im Erwerbsalter und gesunkener Lebensqualität belaufen sich hier auf 39 Milliarden Euro. Pro Person mit unversorgtem Hörverlust seien dies 10.300 Euro jährlich. Neben dem finanziellen Schaden seien auch Folgeerkrankungen wie Depression und Demenz zu beklagen. jh

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