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Am 21.03.2018 hat die Landesregierung in Thüringen das Sinnesbehindertengeld für Gehörlose beschlossen. Damit wird das „Blindengeldgesetz“ künftig „Sinnesbehindertengeldgesetz“ heißen. Es tritt rückwirkend zum 01.07.2017 in Kraft. Gehörlose Menschen und Spätertaubte, welche die Voraussetzungen dafür erfüllen und das Merkzeichen GL im Schwerstbehindertenausweis haben, erhalten auf Antrag rückwirkend sowie künftig für jeden Monat 100 Euro. Mit diesem vermögensunabhängig gezahlten Geld sollen behinderungsbedingte Mehraufwendungen ausgeglichen werden können. Dies bedeutet auch mehr Teilhabe an der Gesellschaft sowie mehr Selbstständigkeit. Gehörlosengeld wird ebenfalls in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gezahlt.

In Bayern wurde im Mai die Forderung der Partei Bündnis 90/die GRÜNEN nach einem Gehörlosengeld von der CSU-Mehrheit im bayerischen Landtag abgelehnt, berichtete die „Deutsche Gehörlosen Zeitung“ in Ausgabe 6/2018. Der Gesetzesentwurf hatte ein Gehörlosengeld in Höhe von 60 Prozent des Blindengeldes (352 Euro/Monat) vorgesehen, für Schwerhörige die Hälfte (176 Euro). Taubblinde erhalten in Bayern dagegen 1.180 Euro.    Susanne Littke (SHG Schwerhörige Jena und Umgebung, Mitglied im Mitteldeutschen Landesverband des Deutschen Schwerhörigenbundes), AF

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