Foto: Barmer

2016 lagen die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel bei der BARMER erstmals über einer Milliarde Euro, schreibt die Krankenkasse in einer Pressemitteilung. Nach Angaben des BARMER Heil- und Hilfsmittelreportes 2017 seien die Ausgaben für Hilfsmittel um rund neun Prozent gestiegen (rund 84 Millionen Euro). Ähnlich stelle sich die Situation bei den Heilmitteln dar: Diese hätten im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Prozent zugelegt (circa 26 Millionen Euro). Die Anzahl der Versicherten, die Heil- und Hilfsmittel erhielten, sei aber nahezu identisch geblieben. „Heil- und Hilfsmittel sind ein wichtiger Teil der medizinischen Versorgung. Umso wichtiger ist, dass allein die medizinische Notwendigkeit und nicht regionale Besonderheiten die Verordnung von Heilmitteln wie Physiotherapie bestimmen“, forderte Professor Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Er geht davon aus, dass die Ausgaben zukünftig weiter steigen werden. Dies liege unter anderem an dem im April 2017 in Kraft getretenen Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz. Dadurch sei die Bindung der Budgetsteigerungen an die Grundlohnsumme aufgehoben worden und Leistungserbringer erzielten mit dem Wegfall dieser Orientierungsgröße deutlich höhere Vergütungsanhebungen. zg

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