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Eine gängige Option in der Tinnitus-Therapie sei der Einsatz von einem Rauschgerät, der ein sogenanntes Weißes Rauschen erzeugt, heißt es in der „Ärzte Zeitung Online“ vom 04.10.2018. Solche Hörgeräte sollen dazu führen, dass der Tinnitus nicht mehr wahrgenommen werde, heißt es dort weiter. Allerdings lieferten Dr. Mouna Attarha und ihre Kollegen von der Universität von Kalifornien in San Francisco pathophysiologische Argumente, dass solche Rauschgeneratoren eher Schaden anrichteten, als dass sie die Symptome linderten, heißt es dort weiter. Dabei verwiesen sie darauf, dass eine Langzeitrauschtherapie zu den gleichen anatomischen und physiologischen Ver­änderungen führe, wie sie auch bei Tinnitus auftreten. Außerdem löse die Therapie eine Hyperaktivität in der zentralen Hörbahn aus, was wiederum zu einer Reihe von Hörwahrnehmungsstörungen führe, etwa bei der zeitlichen Verarbeitung der gehörten Töne, die für das Sprachverständnis und die Erkennung spezifischer Signale innerhalb eines Raumes bedeutsam seien.    zg

 

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