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Im Januar 2018 startete das von der EU finanzierte Projekt „Faenomenal“, bei dem untersucht werden soll, wie gut der Körper auf ein Implantat reagiert. Wie „Die Presse“ am 03.03.2018 berichtete, arbeiten dabei Ionenphysiker der Universität Innsbruck mit der Tiroler Firma PhysTech Coating Technology und MED-EL zusammen. Wesentlich bei der Annahme des Implantates sei das Zellwachstum, das sich womöglich mit einer Nanobeschichtung steuern lasse. Mittels Nanogold, also kleinsten Goldpartikeln, würden sich verschiedene Partikelgrößen erzeugen lassen. Heliumtröpfchen werden in Vakuum durch Golddampf geschlossen und „sammeln“ dabei Goldatome ein, die bei niedriger Temperatur gefrieren und sich zu Nanoteilchen verbinden. Über die Größe dieser Nanoteilchen, also über die Anzahl von Goldatomen, lasse sich die elektrische Ladung des Oberflächenmaterials beeinflussen. Ein Nanopartikel mit beispielsweise acht Goldatomen verhalte sich neutral, bei sieben Goldatomen habe die Beschichtung eine negative Ladung, die das Wachstum der Körperzellen unterdrücke (beispielsweise bei Dialysekatheder erwünscht). Für eine positive Ladung und ein gutes Wachstum der Körperzellen (zum Beispiel bei künstlichen Hüftgelenken erwünscht) benötige man neun Goldatome. Im Labor des Management Center Innsbruck soll weiter erforscht werden, welche Größe für das Zellwachstum oder dessen Unterdrückung ideal ist und wie man eine größtmögliche Stabilität der Nanopartikel erreicht. AH

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