Foto: AdobeStock/Robert Przybysz

In einer Studie des Verbraucherportales meinhoergeraet.de und der Audiologischen Abteilung der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen wurden, während die Probanden Hörsysteme trugen, die subjektiven Einschätzungen hinsichtlich Zufriedenheit, Verstehen in bestimmten Situationen und die Wahrnehmung der Umgebung abgefragt. Gemessen an einer Schulnotenskala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden) gaben die Teilnehmer den getesteten Hörgeräten die Durchschnittsnote 2,1. 90 Prozent der Teilnehmer seien insgesamt zufrieden mit den Hörgeräten gewesen. Das geht aus einer Pressemitteilung von meinhoergeraet hervor. Die Studie habe weiterhin gezeigt, dass sich das Verstehen von Sprache durch die Nutzung von Hörsystemen in vielen Alltagssituationen verbessert, lediglich in lauten, akustisch anspruchsvollen Situationen sei den teilnehmenden Probanden das Verstehen von Sprache schwerer gefallen. Das sei aber auch für gut Hörende eine Herausforderung. Weiterhin habe sich bei der Studie herausgestellt, dass der Grad der Hörentwöhnung eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die sich maximal zwei Jahre schwerhörig fühlten, bewerteten das Sprachverstehen in schwierigen Situationen tendenziell besser als Menschen, die sich länger als sechs Jahre schwerhörig fühlten. Im Rahmen der Studie durchliefen die Teilnehmer zwei Testläufe und bewerteten die jeweils gleichen Situationen in ihrem Alltag. Dabei sei aufgefallen, dass der zweite Testlauf durchschnittlich über alle unterschiedlichen Leistungsklassen der Hörgeräte hinweg besser beurteilt wurde (Note 2,0). Dieser Effekt beruht vermutlich auf der inzwischen aufgebauten Hörerfahrung und der stärkeren Reaktivierung des Hörzentrums im Gehirn.    zg/mse

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