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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jüngst eine neue Einteilung der Hörverluste im „World Report on Hearing“ vorgestellt. Die „Grades of hearing loss and related hearing experience“ lösen die seit 1991 gültigen „Grades of hearing impairment“ ab. In der neuen WHO-Klassifikation, die nur für Erwachsene verwendet werden soll, wurde die untere Schwelle für geringe Hörverluste von 25 auf 20 dB gesenkt. Die Abstufung der Hörverluste erfolgt zudem in kleineren Intervallen als bisher. Zusätzlich hat die WHO eine neue Kategorie für moderat hochgradige Hörverluste eingeführt und erstmals eine Schwelle festgelegt, aber der jemand als gehörlos gilt.

 

Der Einteilung zugrunde liegt immer der Mittelwert des besser hörenden Ohrs im Tonaudiogramm bei den Frequenzen 500, 1 000, 2 000 und 4 000 Hertz. Die neue Einteilung ist wie folgt:

■ normales Gehör/keine Schwerhörigkeit (bisher WHO 0): 20 dB oder weniger

■ geringgradige Schwerhörigkeit (bisher WHO 1): 21-34 dB

■ mittelgradige Schwerhörigkeit (bisher WHO 2): 35-49 dB

■ moderat hochgradige Schwerhörigkeit (neu): 50-64 dB

■ hochgradige Schwerhörigkeit (bisher WHO 3): 65-79 dB

■ an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit (bisher WHO 4): 80-94 dB

■ Gehörlosigkeit (neu): ab 95 dB

 

Einseitiger Hörverlust wird nun erstmals ebenfalls berücksichtigt und definiert mit weniger als 20 dB Hörverlust auf dem besseren Ohr und 35 dB oder mehr auf dem schlechteren Ohr. Bei Kindern konnte schon zuvor ab einem Hörverlust von 20 dB eine Hörsystemversorgung von der Krankenkasse übernommen werden.        AF

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